HMV-Aschen
Rostascheaufbereitung: Wertstoffe zurück in den Kreislauf
Auch nach der thermischen Behandlung von Abfällen bleiben wertvolle Ressourcen erhalten. In der Rostasche aus der Siedlungsabfallverbrennung befinden sich verschiedene Metallfraktionen, die mit moderner Anlagentechnik zurückgewonnen und erneut dem Wertstoffkreislauf zugeführt werden können. Genau hier setzt die Wertstoffrückgewinnung der AGR an.
Am Standort der Zentraldeponie Emscherbruch betreibt die AGR derzeit eine Aufbereitungsanlage für Rostaschen aus der Siedlungsabfallverbrennung. Dort werden Eisen- und Nichteisenmetalle aus der Rostasche separiert, klassiert und für die weitere Verwertung vorbereitet. So entstehen aus Reststoffen wieder Sekundärrohstoffe, die in industriellen Produktionsprozessen eingesetzt werden können.
Die Rückgewinnung dieser Wertstoffe leistet einen wichtigen Beitrag zur Ressourcenschonung: Jeder zurückgewonnene Metallanteil reduziert den Bedarf an Primärrohstoffen und unterstützt damit die Kreislaufwirtschaft. Zugleich sorgt die Aufbereitung dafür, dass Stoffströme aus der thermischen Abfallbehandlung möglichst hochwertig weiter genutzt werden.
Für die Zukunft plant die AGR die Errichtung und den Betrieb einer neuen Wertstoff-Recycling-Anlage südlich des Abfallkraftwerks RZR Herten. Die Anlage wird voraussichtlich ab Mitte 2027 die bisherige Rostascheaufbereitung am Standort der Zentraldeponie Emscherbruch ersetzen, da die dortige Fläche künftig für den Deponiebetrieb benötigt wird. Mit dem neuen Standort rückt die Aufbereitung näher an den Entstehungsort der Rostasche im RZR heran.
Das bringt gleich mehrere Vorteile: Die Transportwege zwischen dem RZR Herten und der Aufbereitungsanlage verkürzen sich deutlich – von mehreren Kilometern auf nur wenige hundert Meter. Dadurch werden Fahrstrecken reduziert und die betrieblichen Abläufe effizienter gestaltet. Gleichzeitig bleibt die AGR in der Lage, den gesamten Stoffstrom aus dem RZR sowie Mengen externer Anlieferer zuverlässig aufzubereiten.
Die beantragte jährliche Gesamtkapazität der neuen Wertstoff-Recycling-Anlage entspricht mit 500.000 Tonnen der genehmigten Kapazität der bisherigen Anlage. Die neue Anlage soll eine höhere Rückgewinnung von Eisen- und Nichteisenmetallen ermöglichen als die bisherige Anlage und damit eine weitere Nutzung dieser Stoffe als Sekundärrohstoffe.
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