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Wasserstoff-LKW der AGR auf Zwischenstopp im Revier

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Herten, 25.11.2019. Die AGR arbeitet konkret am Aufbau der Wasserstoff-Technik. Ein weiterer Schritt auf dem Weg dahin wurde nun erreicht: In vergangenen Woche konnte der LKW in Augenschein genommen werden, der schon im nächsten Jahr in Herten, Herne und Gelsenkirchen als wasserstoffbetriebenes Sammelfahrzeug für Gewerbeabfall eingesetzt wird.

Jürgen Fröhlich, Pressesprecher der AGR: „Dieser LKW wird gemeinsam mit den LKW der Kollegen aus Duisburg europaweit einer der ersten Abfallsammelfahrzeuge sein, der mit Wasserstoff angetrieben wird. Der Überkopflader wird als Sammelfahrzeug für die AGR im Ruhrgebiet eingesetzt werden.“ Bei einer Zwischenabnahme in Dorsten konnte Pressesprecher Jürgen Fröhlich den LKW in der vergangenen Woche bereits begutachten: „Unsere Kollegen freuen sich schon darauf, dieses außergewöhnliche Fahrzeug bald im Alltagsbetrieb nutzen zu können.“

Doch bis es soweit ist, muss der jetzt zunächst mit konventioneller Antriebstechnik gebaute LKW noch in das belgische Lommel. Dort bei E-Trucks Europe wird der LKW zu einem mit Wasserstoff betriebenen Fahrzeug umgerüstet. Pünktlich zur IFAT-Messe, der Weltleitmesse für Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft, vom 4. bis 8. Mai 2020 in München, wird der LKW nach dem Messeeinsatz bei der AGR in den Betrieb gehen.

Weitere Wasserstoff-Projekte in der Umsetzung

Während der AGR-Überkopflader zum Umbau beim belgischen Wasserstoffspezialisten steht, bringt die AGR weitere Wasserstoff-Projekte auf den Weg: Im August konnte sich NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser bei einem Besuch der AGR in Herten einen Überblick über die bestehenden und geplanten Wasserstoff-Aktivitäten der AGR verschaffen – unter anderem über die projektierte  Produktion von Wasserstoff sowie die Errichtung einer öffentlich zugänglichen Wasserstofftankstelle am Abfallkraftwerk. In naher Zukunft wird aus dem grünen Strom des Abfallkraftwerkes grüner Wasserstoff für den Betankung der Abfallsammelfahrzeuge hergestellt.

Folgerichtig unterstützt AGR auch die Anschaffung von wasserstoffbetriebenen Müllfahrzeugen unter anderem in Herne und Recklinghausen. In einem Verbundprojekt zum Klima- und Ressourcenschutz planen Entsorgung Herne und die Kommunalen Servicebetriebe Recklinghausen zusammen mit der AGR die Anschaffung von H2 angetriebenen Abfallsammelfahrzeugen. Mit diesem Projekt verfolgen die Partner als primäres Ziel, emissionsfreie Abfallfahrzeuge bei der Sammellogistik in den Wohngebieten einsetzen zu können. Der in Herne und Recklinghausen gesammelte Restabfall wird im RZR der AGR thermisch verwertet. Ein Teil der hierbei gewonnnen elektrischen Energie soll zukünftig zur Produktion von Wasserstoff und zur Betankung der Abfallsammelfahrzeuge genutzt werden.So schließt sich der Kreislauf für einen Teil des eingesammelten Hausmülls der beteiligten Kommunen.

Joachim Ronge, Vorsitzender der Geschäftsführung der AGR ordnet die zukünftige Produktion von Wasserstoff in Herten ein: „Der Fokus der AGR liegt unverändert auf der Entsorgungssicherheit. Wir verfolgen aber bereits seit einigen Jahren die Strategie einer hohen energetischen Verwertung in der Verbindung von Entsorgungssicherheit und Klimaschutz. Mit der gesteigerten Fernwärme-Auskopplung seit Beginn des Jahres haben wir hier bereits einiges erreicht. Mit der Produktion von Wasserstoff machen wir gemeinsam mit anderen einen Schritt zu mehr Klimaschutz und helfen, eine zukünftige Schlüsseltechnologie in unserer Region voranzutreiben. Wasserstoff-basierte Mobilität ist der Schritt hin zu einer emissionsfreien Sammellogistik,“ so Ronge weiter.

Hintergrund Wasserstoff-Sammelfahrzeug:

Ermöglicht wurde diese Anschaffung auch durch die Teilnahme an dem von der EU geförderten INTERREG-Projekt ‚HECTOR‘. Das Projekt HECTOR steht für den Einsatz von „Wasserstoff-Entsorgungsfahrzeugen in Nord-West-Europa“ (NWE-Regionen). Im Rahmen dieses Projektes werden sieben Abfallsammelfahrzeuge mit Brennstoffzellenantrieb in fünf NWE-Regionen eingesetzt: Schottland, Niederlande, Frankreich, Belgien und Deutschland. Ziel des Projektes ist zu verdeutlichen, dass Brennstoffzellen-Fahrzeuge eine effektive Lösung sind, um die Emissionen des Straßenverkehrs zu vermindern.

HyER, der europäische Verband für Brennstoffzellen und Elektro-Mobilität in europäischen Regionen, koordiniert das Projekt, und das INTERREG-Nord-West-Europa-Programm unterstützt es durch einen Zuschuss von 5,5 Millionen Euro. Weitere Informationen zum HECTOR-Projekt finden Sie online unter:
https://www.nweurope.eu/projects/project-search/hector-hydrogen-waste-collection-vehicles-in-north-west-europe/

Fotos in Druckqualität erhalten Sie unter dem folgenden Link: Wasserstoff-LKW der AGR auf Zwischenstopp im Revier

Bildunterschrift 1: Der Überkopfflader auf dem Weg nach Belgien, wo er zu einem wasserstoffbetriebenen LKW umgebaut wird.

Bildunterschrift 2: Bei einer Zwischenabnahme konnte Pressesprecher Jürgen Fröhlich (rechts im Bild) den zukünftig mit Wasserstoff betriebenen LKW bei Nutzfahrzeuge Wietholt in Dorsten begutachten. (Fotograf: Falko Bastos)




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