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Energiezentrale III in Betrieb genommen

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Die neue Energiezentrale III am RZR Herten liefert umweltfreundlichen Strom und Fernwärme aus Abfall. Stephan Kaiser (Geschäftsführer AGR), Roland Mitschke (Aufsichtsratsvorsitzender AGR), Dr. Frank Dudda (Oberbürgermeister Herne), Sonja Beekmann (Duale Studentin AGR), Thorsten Rattmann (Geschäftsführer Hertener Stadtwerke), Joachim Ronge (Vorsitzender der Geschäftsführung AGR) und Oliver Wittke (Staatssekretär Bundeswirtschaftsministerium (v.l.n.r) nahmen die Anlage in Betrieb. (Dieses offizielle Pressebild (in Druckauflösung) erhalten Sie über einen Rechtsklick auf das Foto.)

Herzstück der künftigen Fernwärmelieferung aus dem Abfallkraftwerk RZR Herten

Herten, 6. Dezember 2018. Über 150 Gäste aus Politik, Wirtschaft sowie der Abfall- und Energiebranche feierten am Donnerstag, dem 06. Dezember, die Inbetriebnahme der neuen Energiezentrale am Abfallkraftwerk RZR in Herten. Ab Januar wird von hier aus klimafreundliche Fernwärme für umgerechnet 25.000 Haushalte in die Fernwärmeschiene Ruhr der STEAG fließen. Nachdem die beteiligten Unternehmen, AGR, Hertener Stadtwerke, STEAG Fernwärme und Uniper Wärme im Dezember 2016 die Verträge für die Fernwärmelieferung unterzeichnet hatten, konnte die erfolgreiche Realisierung des Großprojekts nun bei einer symbolischen Inbetriebnahme in Herten gefeiert werden.

Aus Berlin angereist war Oliver Wittke, parlamentarischer Staatssekretär im Wirtschaftsministerium. Der ehemalige Vorsitzende des Aufsichtsrates der AGR sprach ebenso zu den Gästen wie Roland Mitschke, aktueller Aufsichtsratsvorsitzender. Dr. Frank Dudda, Oberbürgermeister der Stadt Herne, betonte die kommunale Sicht, Sonja Beekmann sprach über die Bedeutung des Dekadenprojektes für die jüngste AGR-Mitarbeitergeneration. Thorsten Rattmann, Geschäftsführer der Hertener Stadtwerke (HSW), übernahm den Part für die Wärme-Partner, HSW, STEAG Fernwärme und Uniper. Der Landrat des Kreises Recklinghausen Cay Süberkrüb, Hertens Bürgermeister Fred Toplak und Weitere steuerten Grüße per Video-Botschaft bei.

Joachim Ronge, Vorsitzender der Geschäftsführung der AGR, begrüßte die Gäste und betonte in seiner Rede wichtige Effekte dieser Investition: „Die Fernwärme-Auskopplung in dieser Dimension ist ökologisch sinnvoll, nachhaltig und wirtschaftlich. Über die Daseinsvorsorge ‚Abfallentsorgung‘ entsteht nicht nur Strom, sondern auch klimafreundliche Wärme. So kombiniert die AGR Entsorgungssicherheit mit einem Stück Versorgungssicherheit – aus der Region für die Region.“ Abschließend bedankte sich Joachim Ronge für das der AGR in den letzten zehn Jahren entgegengebrachte Vertrauen.

Die Bauzeit der auf einer Fläche von 20 mal 30 Metern entstandenen Energiezentrale hat inklusive Vorlauf rund zwei Jahr betragen. Für Turbinen, Pumpen, Heizkondensatoren, Dampfumformstationen sowie Leit- und Elektrotechnik und weitere Bauteile wurden zusammen mit dem Gebäude über 20 Millionen Euro investiert.

Damit wird das AGR-Abfallkraftwerk RZR Herten in den kühleren Monaten dazu beitragen, dass es die Menschen in der Region zuhause wohlig warm haben – in den warmen Sommermonaten liefert das Abfallkraftwerk schwerpunktmäßig weiter Strom über seinen exklusiven Energie-Vertragspartner Hertener Stadtwerke. Bei der Fernwärme werden es bis zu 600 Gigawattstunden pro Jahr sein.

Diese große Wärmemenge kann dann in den Netzen der STEAG Fernwärme GmbH und der Uniper Wärme GmbH rechnerisch mehr als 25.000 Wohnungen mit Wärme versorgen. Durch den Weiterverkauf der Fernwärme aus dem RZR durch STEAG Fernwärme an Uniper Wärme ist eine derart umfangreiche Wärmeauskopplung überhaupt möglich. Das Projekt der Wärmeauskopplung aus dem Abfallkraftwerk ist ein weiterer Baustein im Zuge der zukunftsfähigen Ausrichtung der Fernwärmeversorgung in der Ruhrregion und ein wichtiger Schritt zur nachhaltigen und klimafreundlichen Wärmeversorgung.

 

 

 




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