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AGR nimmt RZR Herten II in Betrieb / Gewerbliche Abfälle werden umweltverträglich verwertet / Gesellschaft meldet positive geschäftliche Entwicklung für 2008

(Essen/Herten, 27.03.2009) Die neue Abfallverbrennungsanlage RZR Herten II ist in Herten, Kreis Recklinghausen, in Betrieb gegangen. Errichtet wurde die Anlage vom Generalbauunternehmen Fisia Babcock Environment GmbH, Gummersbach. Die MVA besteht aus zwei Verbrennungslinien mit konventioneller Rostfeuerung nach neuestem technischen Stand. Verbrannt werden schwerpunktmäßig Siedlungsabfälle aus dem gewerblichen Bereich.

Die Planungen selbst datieren aus dem Beginn der 90er Jahre, als die AGR ihren verbundenen Kommunen frühzeitig eine Alternative für die auslaufende Deponierung anriet. Im Mai 1995 erteilte die Bezirksregierung in Münster nach einem aufwendigen öffentlichen Genehmigungsverfahren die Baugenehmigung. Wegen des seinerzeitigen Runs auf die schließenden Deponien wurde der Bau bis 2004 verschoben, der Grundstein für die Anlage dann im Oktober 2006 gelegt.

Der Bau war bei Einhaltung des Kostenrahmens von 175 Mio. Euro in weniger als zweieinhalb Jahren fertig gestellt. Als besonders erfreulich bewertete AGR Geschäftsführer Dietrich Freudenberger bei der heutigen Pressekonferenz die Tatsache, dass nicht ein gravierender Arbeitsunfall den Baufortschritt überschattet habe. „Dies ist auch ein Beleg für die Qualität, die wir beim Bau der Anlage gefordert haben, um die hohen Umweltstandards des gesamten RZR Herten auch mit der neuen Anlage beizubehalten.“

Die eigene Mannschaft und die ausführenden Fachfirmen hätten Arbeit „Made in Germany“ abgeliefert. Die Errichtung des RZR Herten II sei ein multinationales Projekt des führenden Anlagenbaus gewesen, in das Men-schen, Planungsleistungen und Anlagenteile aus ganz Europa eingebunden waren.

Mit der Gesamtanlage RZR Herten verfügt die AGR jetzt über eine einmalige Kombination von Siedlungsabfall-, Gewerbeabfall- und Industrieabfallverbrennung an einem Standort. Das RZR Herten gilt wegen seiner vorbildlichen Emissionswerte als eine der saubersten Müllverbrennungsanlagen der Welt. In den insgesamt nun vier Siedlungsabfallverbrennungslinien und den zwei Drehrohrlinien können – abhängig vom Heizwert des Abfalls – bis zu 600.000 Tonnen Siedlungsabfall und bis zu 112.000 Tonnen Sonderab-fall verbrannt werden. Der im RZR Herten erzeugte Strom leistet einen wesentlichen Beitrag zur Energieversorgung der Standortkommune Herten.

Die öffentliche Inbetriebnahme des RZR Herten II soll am 15. Mai in Anwe-senheit geladener Gäste aus Politik und Wirtschaft erfolgen. Am 17. Mai hat dann die Bevölkerung im Rahmen eines Tages der offenen Tür Gelegen-heit, die Anlage in Augenschein zu nehmen.

Im Rahmen der Präsentation der neuen Anlage gab Dietrich Freudenberger im Beisein von Regionaldirektor Heinz-Dieter Klink als Vertreter des alleinigen Gesellschafters Regionalverband Ruhr auch erste Eckzahlen zur geschäftlichen Entwicklung der AGR in 2008 bekannt.

Der Umsatz war mit 92,6 Mio. € gegenüber dem Vorjahr 2007 (98,6 Mio. €) leicht rückläufig. Demgegenüber konnte der Jahresüberschuss mit voraus-sichtlich rund 7,5 Mio. € nicht nur gehalten, sondern gegenüber dem vorherigen Geschäftsjahr sogar leicht gesteigert werden. Damit hat die Gesellschaft die Überschuldung der Vorjahre überwunden und nun wieder ein positives Eigenkapital in Höhe von rund 4,0 Mio. €.



Rückfragen:

Heinz Struszczynski
Fon: 0201/2429-203
Fax: 0201/2429-103
E-Post: h.strusi@agr.de
Internet: www.agr.de

Anschrift:

AGR mbH
Pressesprecher
Gildehofstraße 1
45127 Essen