[Startseite]
 
 
 
                       
    über uns   Karriere   Kontakt   Info  
 
 
Medien-
mitteilungen
AGR mbH: Brochier-Insolvenz belastet Jahresabschluss 2006 / Aufsichtsrat empfiehlt Gesellschafter RVR die Feststellung / Uneingeschränktes Testat Schritt zur weiteren wirtschaftlichen Konsolidierung / Positive Prognose für 2007

(Essen/Herten, 15.10.2007) Die AGR – Abfallentsorgungs-Gesellschaft Ruhrgebiet mbH mit Sitz in Herten (Kreis Recklinghausen) und Verwaltungssitz in Essen wird das Geschäftsjahr 2006 mit einem Jahresfehlbetrag von 29,6 Mio. € und einem nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von 10,6 Mio. € abschließen. In seiner heutigen Sitzung hat der Aufsichtsrat der Gesellschaft den geprüften Jahresabschluss beraten und dem am 17. Oktober tagenden Verbandsausschuss und der Gesellschafterversammlung des Regionalverband Ruhr (RVR) die Feststellung empfohlen. Trotz des negativen Eigenkapitals erteilten die Wirtschaftsprüfer dem Jahresabschluss aufgrund einer positiven Fortführungsprognose und eines positiven Reinvermögens in der Überschuldungsbilanz für die AGR einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk.  

Das Geschäftsjahr 2006 war geprägt durch die Fortsetzung der in 2005 begonnenen Restrukturierungsmaßnahmen, die mit weiteren Verschmelzungen und Verkäufen von Beteiligungsunternehmen der AGR Unternehmensgruppe einhergingen. Gravierend belastet wurde der Neuausrichtungsprozess durch die Insolvenz der 2004 verkauften Nürnberger Hans Brochier Gruppe, der späteren Hans Brochier Holdings Ltd.. Im Zuge dieses Insolvenzverfahrens wurde die AGR mit Ansprüchen aus Eigenkapitalersatzvorschriften und Haftungsansprüchen aus Patronatserklärungen konfrontiert, für die eine entsprechende bilanzielle Vorsorge getroffen wurde.  

Der Jahresfehlbetrag von 29,6 Mio. € ist daher im wesentlichen beeinflusst durch die im Geschäftsjahr vorgenommene Wertberichtigung von Forderungen, die von Hans Brochier übernommen wurden und Aufwendungen, die im Rahmen der Vergleichsvereinbarung mit dem Insolvenzverwalter von Hans Brochier anfallen. Im Ganzen belaufen sich die Aufwendungen für finanzielle Vorsorgemaßnahmen in den Jahren 2005 und 2006 auf 66,6 Mio. €, womit sämtliche erkennbare Risiken aus dem Komplex Brochier abgedeckt sind. Die Bilanzsumme des Geschäftsjahres 2006 betrug 337,5 Mio. €, der Umsatz lag bei 95,9 Mio. €. Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter belief sich 2006 auf 203.  

RVR Regionaldirektor Heinz-Dieter Klink und AGR Geschäftsführer Dietrich Freudenberger erläuterten die Zahlen im Anschluss an die Aufsichtratssitzung im Rahmen einer Pressekonferenz. Heinz-Dieter Klink konstatierte, dass der Jahresabschluss 2006 die tiefe Krise der größten RVR Tochtergesellschaft widerspiegelt. „Aber parallel wurde auch deutlich“, so der Aufsichtsratsvorsitzende, „dass das Ruhrgebiet dieses Problem zielführend gelöst hat. Die Verbandsversammlung und der Vorstand haben, als es um die Zukunft der AGR ging, die notwendigen Entscheidungen in großer Übereinstimmung getroffen.“  

„Unser Jahresabschluss ist erkennbar durch nochmals notwendige hohe Rückstellungen für Brochier geprägt“, begründete anschließend Dietrich Freudenberger das negative Ergebnis. „Der Umfang der Forderungen hat die AGR in der Folgezeit selbst an den Rand der Insolvenz geführt.“ Die letztlich erfolgreichen Verhandlungen mit dem Insolvenzverwalter Brochiers, aber auch eine im Kern solide Vermögenssubstanz der AGR hätten dazu beigetragen, dass eine akribische Unternehmensbewertung durch eigene, aber auch externe Wirtschaftsprüfer, positiv abgeschlossen werden konnte. Zusammenfassend stellte der AGR Geschäftsführer fest: „Die AGR hat die Kurve gekriegt und jetzt wieder eine Perspektive.“ 

Bereits für 2007 und die Folgejahre erwartet die AGR eine deutliche Verbesserung ihrer bisherigen operativen Ertragssituation. Laut Dietrich Freudenberger zeichnen sich derzeit in allen geschäftlichen Bereichen der AGR Unternehmensgruppe, auch bei den AGR Töchtern und Beteiligungen, sehr zufrieden stellende Ergebnisse ab. Dies werde durch die inzwischen vorliegenden Zahlen (August) unterstrichen, die ein positives Ergebnis von rund 10 Mio. € für das laufende Geschäftsjahr erwarten lassen, blickte Dietrich Freudenberger optimistisch in die Zukunft. Weiteres Ergebnispotenzial biete sich, wenn Ende 2008 die im Bau befindliche Müllverbrennungsanlage RZR Herten II in Betrieb gehen werde. 

„Zusammenfassend kann ich sagen: Die AGR hat den tournaround geschafft. Wir werden voraussichtlich schon im Jahresabschluss 2007 wieder ein positives Eigenkapital vorweisen können“, so Dietrich Freudenberger mit einer abschließend auch für Regionaldirektor Heinz-Dieter Klink guten Nachricht: „Gewinnausschüttungen an den RVR sollten dann wieder ab 2010 möglich sein.“    

Datenblatt „Ergebnisentwicklung“ aus der Pressekonferenz   

Text als Word Dokument

 

Rückfragen:

Heinz Struszczynski
Fon: 0201/2429-203
Fax: 0201/2429-103
E-Post: h.strusi@agr.de
Internet: www.agr.de

Anschrift:

AGR mbH
Pressesprecher
Gildehofstraße 1
45127 Essen